Die Einheitstour am 29.09.2013

Am Stammtisch am 30.08.2013 wurde der Vorschlag unterbreitet am 29.09.2013 vielleicht eine Dänemarktour zu starten. Dies wurde jedoch zwischenzeitlich in Gesprächen, wie auch auf dem Stammtisch am 27.09.2013 verworfen. Auf dem Stammtisch am 27.09.2013 wurde jedoch spontan von Klaus eine Tour entlang der Elbe für den 29.09.2013 vorgeschlagen. Das Wetter sollte ja super werden. Dato stand jedoch nicht fest, wer mitfährt. Über What´s App wurde auch Michael H. von dem Vorhaben unterrichtet, der gerade in Lübeck in einem Konzert war. Super, wenn mitten im Konzert das Handy anfängt Geräusche von sich zugeben. Sicherlich kennt der eine oder andere solch eine Situation, die doch peinlich ist, wenn die Sitznachbarn argwöhnisch gucken. Gesagt, getan am 29.09.2013 war um 10.00 h Treffpunkt bei Max Bahr an der Lohmühle in Lübeck.  

Aber der Tour keinen Namen geben ist ja eigentlich langweilig. Michael H. überlegte sich Tags zuvor wie man die Tour nennen könnte und kam auf folgende Überlegung.

„ Am 23. August 1990, um 2:47 Uhr, beschloß die Volkskammer der DDR in einer turbulenten Sitzung den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik am 3. Oktober 1990. „

Also kann man die Tour, 4 Tage vor dem Tag der deutschen Einheit ja auch

´´  Die Einheitstour ``
nennen, da die sie entlang der Elbe in Niedersachsen und Mecklenburg – Vorpommern führte.

Der 29.09.2013 fing für viele wie jeden Sonntag an. Einige schliefen aus, andere mußten arbeiten, wie der Bäckermeister Alfons S., nicht zu verwechseln mit dem bayrischen Promikoch. Er stand in der Backstube, in der es nach frisch gebackenen Brötchen roch, und backte noch weitere Mischungen. Wie jeden Sonntagmorgen kamen die ersten Kunden schon um 6.30 h in den Laden. Einer von Ihnen der Morgens dort aufschlug war Sebastian G. . Der immer gutgelaunte, smarte, große, immer ein Lächeln auf den Lippen, energiegeladene junge Mann stand am Verkausfstresen und orderte mindestens 20 Brötchen. Helga S., Frau des Bäckermeistrers,  fragte ihn, ob er heute Besuch zum Frühstück habe. Daraufhin entgegnete energisch „ ich mach heute ne Motorradtour`` und verschwand, nachdem er die Brötchen bezahlt hatte.
Auch bei Michael H. hatte die Nacht ein abruptes Ende, als der Wecker um 07.30 h anfing seine Radiomelodie zu spielen. Aber da schon die ersten Sonnenstrahlen ins Zimmer fielen, fiel das Aufstehen doch leicht. Roller klarmachen, frühstücken und los ging´s.
Am Treffpunkt angekommen, waren schon Jürgen, Michael W., Heinz F., Sebastian  mit Sozia Ria, Uwe, Hermann vor Ort. Es wurde noch ein Pläuschchen gehalten, bis es darum ging wie man am besten nach Ratzeburg und von da aus nach Zarrentin, um dort an Klaus die Tour zu übergeben, kommt. Über die Autobahn sollte man fahren, was einigen doch zu langweilig erschien. Da kam der Vorschlag von Michael H. über die Dörfer zu fahren, was dann auch letztendlich gemacht wurde. Schon dieses Teilstück nach Zarrentin war ein Genuß. Die Sonne schien herrlich und machte Lust auf mehr.
In Zarrentin angekommen, mußte sich Michael H. mal wieder verfahren. Typisch für ihn, die anderen dachten schon wieder `` laß den bloß nicht mehr vorne fahren ``. Sebastian und Sozia Ria konnten dem schnellen ruckartigen Abbiegen von Michael H. auf den Parkplatz, auf dem sich gerade die Gruppe um Siegfried M. zu einer Kaffeepause bereit machten, nicht folgen und fuhren gerade aus. Michael H. hat auf dem Parkplatz dann vollends die Orientierung verloren, so daß Michael W. die Führungsrolle übernahm und die Gruppe zum vereinbarten Treffpunkt führte. Dort angekommen begrüßte uns Klaus. Michael H. mußte noch Tanken. Als er sich zur Kasse von Helga W. bewegte nahm er die Motorradgruppe von Elmar H. war. Dieser war mit seinen Kumpels, in der nahegelegenen Kiesgrube, Motocross gefahren. Dementsprechend sah auch Tim G. aus. Der 22jährige sah am ganzen Körper wie eine Lehmfigur aus, selbst sein Motorradanzug war von einer dicken Lehmschicht umschlossen. Als er dann bei Helga W. eine Bockwurst mit Brötchen bestellte, bröckelte es Lehm  aus dem Gesicht. Den Spruch von Helga W., ob er sich ein Peeling ins Gesicht geschmiert habe, kam bei dem 22jährigen nicht gut an.
Klaus erklärte derweil die weitere Strecke, so daß sich die Truppe gegen 11.40 h auf den Weg machen wollte. Wohlgemerkt wollte. Es kam zu einem brenzligen Zwischenfall, Michael W. schwang sich wie immer schwungvoll auf seinen Burgi, doch diesmal verließen ihn die Kräfte. Wir alle, und er selber wissen es immer noch nicht warum. Auf jedenfall kippte Michael W. geschmeidig nach rechts weg, wo gerade Herman sich auf seinen Piaggio stieg. Jedoch nicht lange, als der Roller von Michael W. ihm  entgegenkam. Krach, beide Roller lagen samt Fahrer auf der Seite. Da sich die Beiden ohne fremde Hilfe nicht aus dieser Situation befreien konnten, kamen die anderen ihnen zur Hilfe. Der Schreck saß bei Beiden tief. Nach einer Begutachtung der Schäden, setzte sich die Gruppe in Bewegung.
Es ging über Boizenburg, Lauenburg weiter Richtung Dömitz.
Hinter Neu Darchau, legte die Gruppe eine Pause ein. Tat auch Not, weil der Hintern von Uwe auf seinem MP3 400 LT doch schon ein wenig durch gesessen war.
Michael H. holte ein wenig Marzipan aus seinem Seitenkoffer, und hatte nur noch gute Freunde. Ganz besonders Heinz F. war dem Marzipan angetan. Auf der letzten Tour der Kuchen von Anja und jetzt .... Man kann da von ausgehen das er eine Naschkatze ist.
Auf dem Weg zur Kolonenspitze fiel Michael H. der Seitenkoffer von Sebastian auf. Meine Güte waren seine Worte, er traute seinen Augen nicht. Der ganze Koffer voller Brötchen mindestens 20 an der Zahl. Fein säuberlich in Alufolie gewickelt und dick belegt mit Wurst und anderem.  Die Frage ob Sebastian für alle Frühstück ausgeben wollte, wurde von ihm mit einem klaren ´´ nein ´´ beantwortet. Neben einen 1,5 Liter Flasche Limonade fand sich auch noch ein 10 Pack Hanuta in dem Koffer. Sebastian wenn du so weitermachst, brauchst du eine Verstärkung deiner Federn und Dämpfer. Nicht nur er war auf dieser Maschine so ausgerüstet, da gleiche galt auch für seine Sozia Ria. Kein Wunder das die Beiden so schlecht um die Kurven kamen.
Weiter ging es nach Dömitz an der Elbe, wo uns Klaus an den Hafen führte. Dort gibt es einen Speicher, der zum Hotel, Restaurant und Cafe in 40 m. Höhe ausgebaut wurde. Für Heinz F. gab es jetzt kein halten mehr. Er mußte einfach in die Höhe den Ausblick genießen, wie er sagte. Die anderen dachten ´´ er denkt doch an den Kuchen da oben ´´. Aber auch wir anderen wollten dann auch nach oben. Da der Fahrstuhl jedoch sehr langsam kam und auch Hilda Z. mit Ihrer Tochter Sybille M. mitfahren wollten, erklomm  der Rest der Gruppe die Treppe nach oben. Super Idee, oben angekommen brannten die Oberschenkel und die Lunge wollte auch noch mehr Luft. Ina D. , Bedienung im Cafe, schaute sich das Elend an, was durch die Tür kam und brachte die Gruppe gleich an einen Tisch. Heinz F. kam mit dem Fahrstuhl ausgeruht ein paar Sekunden später. Sein erster Blick, nein nicht die Bedienung, sondern die Tortentheke. Als Ina D. die Bestellung aufnahm, staunte die Gruppe nicht schlecht. Michael W. und Heinz F. gaben sich mit einem Tortenstück nicht zufrieden, sondern bestellten gleich 2. Die Krönung setzte aber Heinz F., der noch unbedingt viel Sahne dazu haben wollte. Nachdem gemütlich Kaffee getrunken und ausgiebig gequatscht wurde, wollte die Gruppe so gegen 15.30 h auf der östlichen Seite er Elbe wieder zurück fahren, nicht ohne vorher Fotos von jedem Einzelnen, für das Forum, zu schießen. Alle kamen zu dem Fototermin mit Ihren Maschinen und ohne Kopfbedeckung, nur Heinz F. kam mit Kopfbedeckung ( Helm ) vermummt zum Shooting.  Die Vermutung der anderen war, er hat noch die Sahne um den Mund herum vom Kuchen. Schlimmer traf es Klaus, der in geistiger Umnachtung seinen Schlüssel unter die Sitzbank legte und diese dann schloß.
Toll, wenn man die nur mit einer Fernbedienung aufbekommt. Auch der Zündschlüssel von Michael H. brachte nichts, Klaus meinte er soll doch mal die Fernbedienung seines Schlüssels ausprobieren. Das ging natürlich nicht. Sebastian, wir erinnern uns, der mit den vielen Brötchen, hat nicht nur Brötchen dabei, sondern auch Bordwerkzeug, mit dem er Klaus aus der Patsche helfen konnte. Jetzt konnte auch von Klaus noch ein Foto geschossen werden. Die Gruppe machte sich auf den Rückweg, mit einem kurzen Abstecher nach Rüterberg. Der Ort wurde bekannt, da er nach der Wende die Dorfrepublik ausrief. Gegen 17.30 ist die Gruppe dann wieder in Zarrentin angekommen und machte noch mal eine kurze Rast. Michael H. bot nochmals Marzipan an, na ratet mal wer zuerst...............
Über Ratzeburg, Bäk, und Utecht ging es dann zurück in die Heimatorte. Noch zu erwähnen ist, das wir an frei lebenden Emus´s vorbei kamen, die die Felder rund um Utecht bevölkern.

Es war wieder einmal eine sehr schöne Tour und wir möchten uns ganz herzlich bei Klaus bedanken, der uns super gut an der Elbe entlang geführt hat. Wir freuen uns auf das nächste Mal.


Michael H.