Besuch bei den Heidschnucken am 22.09.2013

Europa, am 22.09.2013 08.00 h, die meisten Europäer schlafen, sind beim Duschen oder Frühstücken und lesen Zeitung.

Deutschland, am 22.09.2013 08.00 h, heute ist Wahltag. Einige Deutsche schlafen, sind beim Duschen oder frühstücken und lesen Zeitung. Nicht jedoch Heike S. Simone H., Gerda P. und Christiane M., die an diesem Morgen Ihr zugewiesenes Wahlkreislokal herrichten, Stimmzettel, Wahlurne, Wahlkabinen Bleistifte, Wahlliste und nicht zu vergessen Kaffe, Brötchen, Kuchen für den langen Tag. Bis dahin ist die Welt bei Ihnen in Ordnung. Sie wissen nicht, das nur ein paar Hundertmeter  weiter Michael H. schon emsig an den Vorbereitungen des heutigen Tages werkelt.
Begonnen hat dieses emsige Treiben bei Michael H. schon einen Tag zuvor, er hat seine Frau Petra H. mit eingebunden einen Kuchen für die Tour zu backen. Angst kam auf vor diesem 22.09.2013. Schweißgebadet wachte er in der Nacht vom 21.09. zum 22.09.2013 auf. Immer wieder dieser Traum.
´´   D I E  T O U R  ´´.
Schon am frühen Morgen des 22.09.2013 holte Michael H. seinen Roller genannt `` Fury ´´
aus dem Stall, sorry aus dem Schuppen und bereitete die Maschine für den Tag vor.
Beim Frühstück, um 08.30 h, mit seiner Frau Petra H. machte er schon einen sehr abwesenden Eindruck. Wie ein Bobfahrer in der Eisbahn, fuhr er mit geschlossen Augen die Tour im Kopf durch, was zur Folge hatte, das er nicht konzentriert sein Frühstücksei zu sich nahm, so daß es auf seine Hose fiel.  „ Wunderbar „ kam es ihm von gegenüber entgegen gerufen. Aber das bekam Michael H. nur im Unterbewußtsein mit.
Nachdem er wieder aufnahmefähig war, hörte er im Radio „ heute ist Bundestagswahl „
Sein nächster Gedanke ´´ Scheisse, ich muß noch ins Wahllokal ``.

An diesem Tag  ging es verschieden Menschen so ( das mit der Wahl).

09.00 h: Michael H. macht seinen Roller klar

09.15 h: Heike S. Simone H., Gerda P. und Christiane M. sind gerade dabei Ihren ersten Kaffee zu sich zu nehmen, als das Ehepaar Krüger hastig das Wahllokal betritt. Noch ahnen die 4 Frauen nicht was auf sie zukommt.

09.20 h: Das blanke Entsetzen schießt den 4 Frauen im Wahllokal ins Gesicht, die Gesichtsfarbe schon von dem Neonlicht leicht blaß, ging noch mehr in fahlgrau über. Michael H. betrat das Wahllokal. Ein 1,97 m großer Hüne bekleidet mit tiefschwarzen Motorradklamotten und Helm stand auf einmal vor Ihnen. Das Ehepaar Krüger hatte den Wahlzettel in Rekordzeit ausgefüllt und verließ den Raum fluchtartig.
Von Heike S. kam mit sehr resoluter Stimme die Bemerkung „ Autonome haben hier  nichts zu suchen `` , so daß Michael H. ganz eingeschüchtert seinen Helm abnahm und ganz brav `` Guten Morgen ´´ sagte und seine Wahlberechtigung ab gab u. wählte

Parallel nahmen, an diesen Morgen, auch bei anderen Anhängern der `` Kurvenschoner ´´ die Vorbereitungen auf diesen Tag seinen Lauf, da um 10.00 h in Lübeck an der HEM Tankstelle das Treffen für
´´   D I E  T O U R  ´´
stattfindet.
09.30 h: Eintreffen von Michael H. am genannten Treffpunkt. Er erblickte Hermann, als er gerade versuchte seinem Roller wieder etwas mehr Leben in Form von Sprit ein zuhauchen. Was auch, unter Beobachtung von Siegfried P., Pächter der Tankstelle, geschah.

09.35 h: Weitere Kurvenschoner ,es waren Volker und Hans-Werner, der Tage vorher noch traurig vor seinem PC saß und nicht ins so geliebte Forum der Kurvenschoner kam, freudestrahlend an. Zu erwähnen über die Beiden ist jedoch noch, das der Weg von NMS nach HL manchmal im Kreis führt.

09.40 h: Anja, Jo und Sebastian kamen endlich, nachdem Sebstian doch noch sehr große Orientierungslücken aufwies, er wollte unbedingt an die Tankstelle an der Autobahn, weil er die gut kannte ( aus welchen Gründen auch immer), an.  Jo mußte mehrfach beruhigt werden.
09.45 h: Heinz F. aus S., auch ein  Kurvenschoner, fuhr mit seinem Roller  an die Tankstelle gegenüber. Erna W. mit Ihrer Tochter Sybille, die gerade über den angrenzenden Flohmarkt schlenderten, waren ganz angetan als sie Heinz F. mit seinem Roller sahen. Erna W. meinte der sieht aus wie Johannes Heesters in jungen Jahren. Um jedoch Heinz F. an die richtige Tankstelle zu führen, nahm sich Anja G. ein Herz und ging zu ihm und wies ihm den Weg, wobei sie auch noch bei Karl P. auftauchte und Geld aus dem Bankautomaten zu ziehen.
09.50 h: Norbert M., auch Roadrunner genannt, kam aus Hamburg an. Er hatte an diesem Morgen enorme Ähnlichkeit mit der Comicfigur Werner, der mal wieder irgendwo zu tief hinein geschaut hat.
09.52 h: Heinz F. erspäht die Aufkleber mit dem Schriftzug „ Die Kurvenschoner „  und will diesen unbedingt haben. Er kann nur mit  Mühe beruhigt werden. Auch Hans – Werner und Volker packen das Fieber.
09.55 h : Ein tiefgehender Sond trifft die sensiblen Ohren der Anwesenden, Sven mit seiner Frau Britta kommt mit seiner mächtigen Honda Goldwing zum Treffpunkt. Die Anwesenden Burgmann Fahrer kriegen Tränen in den Augen. Was für eine Maschine, dieser Glanz, diese Größe. Michael H. hofft, das er nicht noch psychologisch eingreifen muß, was er sowieso nicht kann.
10.05 h: Nach einigen Minuten Smaltalks und einkehrender Ruhe erläutert Michael H. mit seiner sensiblen, sonoren, einschläfernden Stimme die Route.
10.10 h: Der Troß setzt sich in Bewegung Richtung Breitenfelde um dort Klaus aus Ludwiglust, der sich angeregt mit Helmut G. und Kai M., die mit Ihrer Harley bei ihm standen, unterhielt,  aufzugabeln.
10.45 h: Breitenfelde, Stau, Klaus sieht uns und fügt sich geschmeidig wie eine Elfe bei uns ein.
11.20 h: Lauenburg ist erreicht und die Gruppe macht eine Kaffeepause an der Tankstelle nähe der Bundesstr. Als Kassierer Marc H. von Hermann energisch aufgefordert wird den WC Schlüssel raus zugeben, was er dann auch tat. Die Gruppe hat sich wieder um die Maschine von Sven gesammelt, der bereitwillig Auskunft gab. Auf die Frage von Michael H. wo denn der Fernseher sei, kam prompt die Antwort hier. Wo der DVD Player sei, prompt die Antwort im Koffer. Als er dann erzählte das er seine Einbauküche und die Kaffeemaschine dabei hätte, schlich sich bei Michael H. so langsam Skepsis ein.

11.40 h: Weiter geht „ DIE TOUR „ entlang der Elbstraße. Michael H. gefolgt von Norbert M und den anderen. In Höhe Tespe wurde Norbert M. immer langsamer, Michael H. dachte jetzt kommen die Wirkungen des Vortages bei Nobert durch, wir erinnern uns ( Werner ). Aber nein, der sonst sehr harte, 110 kg. schwere Hamburger Jung wurde an seine Kindheit erinnert. Am Deich waren nämlich viele Drachen zu sehen, was wohl dazu führte, das Norbert langsamer wurde. Eine andere Erklärung gibt es nicht.
12.15 h: Winsen wird erreicht und umfahren Richtung Salzhausen, von dort aus geht es weiter nach Undeloh

12.45 h. In Egesdorf schmeißt John W. gerade seinen Jaguar MK II Baujahr 1963 an, um Herbert W. den Klang seines Motors vorzuführen, als die Gruppe um Michael H. mit Ihrem Motorenlärm die Szenerie unterbrach. Die anderen Besucher der Oldtimer Veranstaltung waren entsetzt.
12.52 h: Undeloh, der kleine nette Ort liegt noch in seiner sonntäglichen Ruhe. Menschen , die die Heide genießen wollen gehen in dem Ort spazieren. Kutschenunternehmer füttern ihre Rappen und Schimmel.
12.58 h: Diese Ruhe ist nun blitzartig vorbei als die Kurvenschoner wie die Tartaren in den Ort einfallen und sich durch die Haupstraße den Weg zum Parkplatz  freimachen.
13.02 h: Am Parkplatz angekommen, muß die Gruppe feststellen „ voll „ . Also zurück, wieder sind Mensch und Tier über diese Menge von Zweirädern erschrocken. Als Norbert M. dann in einen nahe gelegenen Parkplatz einbog, schaute Fiete A. mit seinen beiden Pferden Norman und Willy ganz verwirrt. Ist dies nicht doch der Parkplatz für Kutschen. Fiete A. holte schon aus etwas zu sagen, aber er hatte die Rechnung  ohne den Wirt gemacht. Die Gruppe parkte genau vor der frisch gewaschenen Wäsche von Hertha G. Der weiße Riese hätte es in der Werbung nicht besser aufgehängt.
13.15 h: Olga und Wladimr Sczrek aus Lüneburg, geboren in Stetin, verkauften wie jeden Tag ihre Heidschnuckenbratwurst als Norbert M. in seiner doch mitreißenden Art solch eine Wurst orderte.  Mit dem Ansturm danach, hatten die Beiden nicht gerechnet, so daß es doch zu Engpässen bei den Würsten kam. Ganz verunsichert wurde Olga, als Hans – Werner nur eine Bratwurst haben wollte. Das war zu viel für die kleine schmächliche Person. Dreimal mußte sie sich beim Wechselgeld korrigieren, was nicht gerade die Stimmung bei Hans-Werner steigerte. Anja G. schickte Ihren Mann Joachim zu seiner Maschine den Kuchen zu holen, den sie für dieses Event gebacken hatte. Kaum war der Kuchen da, konnte sich Heinz F. nicht mehr halten. Er schmolz durch den Geschmack dahin, so das wir alle dachten:  jetzt fehlt nur  noch der Mittagsschlaf.

14.10 h:  Alle an Ihre Maschinen und los geht’s, weit gefehlt , Hans – Werner, Jürgen und weitere mußten doch einmal die Heide düngen, unter den mißtrauischen Augen von Hertha G., die gerade ihre Wäsche abnahm. Wat für´n Spaß.

14.15 h: Nun geht’s los, die Kurvenschoner verlassen Undeloh Richtung Amelinghausen. Die Bewohner des kleinen Ortes und die Besucher sind wieder beruhigt.
15.30 h:  Auf der einsamen Waldstrecke Richtung Bienenbüttel überholte Inn D. aus Bad Bevensen  die Gruppe und fuhr vor Ihr in Schlangenlinien. Das rief Norbert M. auf den Plan, der bei solch einem Anblick seine Zurückhaltung verläßt. Finn konnte gar nicht so schnell gucken, wie Norbert auf seiner Höhe war und ihm mal zeigen wollte wie gut er fahren kann. Nach ca. 3 Minuten und mehrerer Kilometer konnte die Gruppe Norbert wieder aufnehmen und der Finn war geläutert, was ihm wohl auch seine Freundin Sabine erzählte, die in normaler Geschwindigkeit uns alle überholte.
15.45 h: Es mußte kommen wie es kommen mußte. Michael H. verlor die Orientierung, da er sich zu sehr auf sein Navi verlassen hat. Bis zum Tourenende wußte er nicht welcher Vollpfosten dieses Ding programmiert hat. Das Schicksal nahm seinen Lauf. Alle wollten eine Pause, doch Michael H. war mit sich und dem Navi beschäftigt, bis er auf dem Gärtnereigelände von Roswitha L. und Karin M. auf dem Parkplatz eine Pause einlegte, was die anderen Tourenteilnehmer verblüffte. Er sagte, die sei jetzt die Kaffeepause. Anja G. war entsetzt, ohne Kaffe ne Kaffeepause na toll. Aber sie heißt ja nicht umsonst Anja, sie lief zu Roswitha L. und fragte ob sie Kaffee hätte. Ohne zu Zögern und mit Verständnis für die mißliche Lage, in der Michael H., die Gruppe gebracht hatte, rückte sie 2 Thermoskannen rüber. Für einen kleinen Obolus natürlich. 16.15 h Norbert verabschiedet sich, nicht ohne die Anmerkung von Michael H. vorsichtig zufahren, was die anderen nur mit einem herzhaften Lachen kommentierten. Norbert selbst fragte von wem Michael H. sprach.

15.50 h: Der Weg führte die Gruppe ohne nennenswerte Ereignisse wieder nach Lauenburg, wo die Gruppe bei Sarah B. Kassiererin an der örtlichen Tankstelle, noch mal tankte.

17.40 h : Um Haaresbreite hätte Michael H. Hans-Werner und Volker beinahe an der A 20 Richtung Rostock geschickt, Gott sei Dank  konnte er sie mit zahlreichen Gesten noch von diesem Irrtum bewahren.

18.00 h: Nach einer langen Tour  endete diese wieder in Lübeck. Michael H. war fertig
und sagte zu sich:

``   Warum tue ich mir das Alles an ``
 und gab sich Selbst die Antwort,
weil es

`` mit dieser Truppe unwahrscheinlich Spaß macht  zu fahren, zu schnacken und zu lachen ``

Immer wieder, ich freue mich auf das nächste Mal


Michael