Berlin II vom 21.08 bis 23.08.2013

Nachdem wir ende Juni schon mal in Berlin waren (Klaus aus LWL, Wolfgang aus Neukirchen und ich) und uns dabei einen fürchterlich nassen Arsch geholt haben, wollten Klaus aus LWL und ich es im August noch einmal versuchen. Diesmal nur zu zweit. Die Wetterprognosen passten. Um es vorweg zu nehmen: Es war die drei Tage trocken, sonnig und über 20 Grad. Beste Voraussetzungen also für einen Kurztrip.
Wir trafen uns wieder an der selben Stelle und zur selben Zeit wie im Juni: 10:00 Uhr an der Oil Tankstelle in Upahl. Die Strecke führte uns auf erstaunlich guten Nebenstraßen in Richtung Müritz Nationalpark. Von dort weiter überwiegend auf Kreis und Landstrassen nach Berlin, wo wir gegen 18:00 Uhr nach ca. 450 Km im Hotel eintrudelten.


Besonderheiten auf der Hinfahrt: Wir machten die erste Pause an der selben Stelle an der wir beim letzten mal das Regenzeug anziehen mussten, diesmal aber bei wie schon gesagt lauen Temperaturen und ohne Regen.


Die nächste Besonderheit: Ein böses scheppern lässt mich zusammenzucken: Klaus legt sich im Stand an einer Kreuzung mit dem Roller auf die rechte Seite. Als ich seiner Aufforderung mal mit anzufassen nachkommen wollte, schepperte es wieder gewaltig!!!!! Diesmal war es mein Roller, der sich auf die linke Seite gelegt hat. Die Rollers waren wohl einfach müde. NEIN! Waren sie natürlich nicht. Grund war der reichlich verteilte Rollsplitt der den Fahrern zu schaffen machte. Das war einfach so glatt, da gab`s kein halten mehr. Wir haben die Maschinen schnell wieder aufgerichtet und uns aus dem Staub gemacht. Wer das gesehen hat, muss ja wohl auch gedacht haben: Sind die so voll, dass die ihre Roller wegschmeißen??? 10 Minuten später haben wir erstmal angehalten um uns vor lachen aus zu schütten. Es ist ja zum Glück nichts weiter passiert: Mensch heil, Maschine `n kleinen Kratzer. In der Aufregung habe ich aber vergessen ein Foto zu machen, es wäre ein Bild für die Götter geworden.

Am nächsten Tag stand erstmal Kultur, oder besser gesagt Geschichte auf dem Programm. Wir wollten uns mal die Bonzensiedlung der alten DDR Führungsriege in Wandlitz angucken, bzw. was davon übrig war.


Die Waldsiedlung steht zwar zu großen Teilen noch, ist aber in eine Klinik umgewandelt worden. Die Wohnhäuser der Führungsriege der DDR sind aber noch erhalten. Diese sind jetzt Stationen der Klinik. Nichts weist auf die ehemalige Bonzensiedlung hin. Die alten Straßennamen blieben aber erhalten. Lediglich Samstags und Sonntags kann man mit einem Elektrobus über das Gelände fahren und bekommt Erklärungen. Wir waren am Mittwoch auf uns selbst angewiesen, haben uns aber an Hand des alten Legeplans ganz gut zu Recht gefunden.

Haupteingang der Waldsiedlung mit Wachgebäude



Honneckers ehemaliger Privatwohnsitz


Nach dieser Geschichtsstunde, die für unseren „Ossi“ auch Neuland bedeutete, ging`s dann auf den beliebten Kreis und Landstraßen Richtung Polen. Dies hätten wir lieber lassen sollen, weil die Straßen extrem scheiße waren. Eine gigantische Belastung von Mensch und Maschine.




Bei Osinow Dolny ging`s dann über die Grenze nach Polen, wo natürlich sich natürlich auch gleich ein Polenmarkt mit Tankstelle befindet.



Wir wollten aber noch nicht auf den Polenmarkt, und Tanken brauchten wir auch noch nicht. Vor uns standen ca.90 Km gänzlich unbekannte polnische Straßen. Die waren zwar nicht unbedingt der Highlight, aber erheblich besser als in Brandenburg. Man staune. Leider ist das Navi in Polen kollabiert. Was bei der Planung als Straße bezeichnet wurde, stellte sich teilweise als besserer Trampelpfad durch Feld und Wald heraus. Wir bevorzugten diese Wege dann doch zu meiden und so sehr von der geplanten Route ab zu weichen, dass das Navi einfach nicht mehr mit kam und nur noch Blödsinn anzeigte. Nach einigem Hin und Her haben wir aber doch noch Kostrzyn an der Deutschen Grenze erreicht, wo dann auch günstig getankt wurde.








Danach wurde der Polenmarkt besucht um sich zu stärken. Man kann da relativ günstig sehr satt werden.





Auf Bundesstraßen ging`s dann wieder Richtung Berlin, wo wir nach einer Stadtrundfahrt in eigner Regie gegen 18 Uhr im Hotel eintrudelten. Knappe 300 Km hatten die Roller mehr auf dem Tacho.
Am nächsten Morgen stand schon wieder die Rückfahrt auf dem Programm. Dies mal nicht so spektakulär wie die Hinfahrt, aber die Streckenführung kann man als gelungen bezeichnen. Wie gehabt überwiegend Kreis- und Landstraßen, die doch in relativ gutem Zustand waren, so dass wir auch mal schnelle Etappen fahren konnten. Die Rückfahrt war etwas kürzer als die Hinfahrt, so dass wir uns schon gegen 15 Uhr in Schwerin verabschiedeten.